Die Erweiterung meines Gewerbescheins kam eben per Post vom Ordnungsamt an. Ich bin ja immer noch fasziniert, wie relativ unkompliziert und nett das ablief. Ich kann mich dennoch des leicht aufsässigen Gedankens nicht erwehren, dass es eventuell noch ein wenig unkomplizierter hätte ablaufen können.

Zum Beispiel mit direkter und digitaler Dokumentenübermittlung. So habe ich mir nach diversen Telefonaten, und einem gescheiterten Versuch mir das Ding per Mail zusenden zu lassen, das Formular aus dem Netz gezogen, habe es ausgedruckt, ausgefüllt, in einen Umschlag gestopft und zum Amt geschickt.

Die haben es dann irgendwann ausgepackt, durchgelesen, meine Angaben teilweise ignoriert, teilweise veraltet von meinem alten Gewerbeschein übernommen und diese Daten dann – garniert mit Rechtschreibfehlern – in ein digitales Dokument übertragen, abgespeichert, ausgedruckt, abgestempelt,  in einen Umschlag gestopft und mir dann zur Kenntnisnahme zugesendet.

Ich möchte an dieser Stelle betonen, dass die Freundlichkeit und Geduld der Dame vom Amt, bei der ich dann schlussendlich vor drei Wochen mehrfach telefonisch landete, wirklich ungewöhnlich war (das ist jetzt wirklich nicht ironisch gemeint!). Aber das ich den Vorgang – in dem Wissen wie es auch ablaufen könnte (Dokument online ausfüllen, absenden, zurückbekommen – ohne Schreib- und Übertragungsfehler durch Maschine Mensch) – dennoch als erfreulich unkompliziert bezeichne, wirft doch ein etwas bizarres Licht auf unser digitales Jahrhundert…  ;-)

 

 

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